Schlußfolgerungen für das Methodenrepertoire
Raus!
Aufgaben
zur Arbeit am Text
werden - wenn sie überhaupt sinnvoll sind
- erst nach einem ungestörten Hördurchgang gestellt.
Raus!
‘Comprehension
questions' behindern
das Hörverstehen noch stärker als das Leseverstehen.
Raus!
Uninteressante
Inhalte blockieren eine
Förderung des Hörverstehens.
Raus!
Das
mehrmalige Hören eines Textes
bereitet nicht auf die Realität vor.
Raus!
Im
Unterricht werden immer wieder ungeeignete Textsorten
verwendet. Hier werden völlig falsche Ansprüche an die
Hörer gestellt. Informationen für Leser werden anders
konzipiert als die für Hörer.
Raus!
Es
gibt Methodiker, die dafür eintreten, bei der Schulung des
Hörverstehens Komponentenübungen einzusetzen.
Wissenschaftler haben herausgearbeitet, aus welchen Komponenten
sich der Vorgang Hörverstehen zusammensetzt. Eine gezielte
Förderung wird angestrebt, indem man einzelne Elemente herausgreift
und trainiert. Vor allem zwei Gründe sprechen für dieses
Vorgehen: Zum einen ist es wissenschaftlich begründet, zum
anderen realisiert man ein wichtiges pädagogisches Prinzip
- die Isolierung von Schwierigkeiten.
Nach
meiner Auffassung sollte man solche Aufgaben trotzdem aus dem Methodenrepertoire
herausnehmen. Die Trainingsphasen haben einen sehr stark schulischen
Charakter.
Rein!
Nur
häufiges Lesen und Hören kann zu Erfolgen
in den beiden Fertigkeiten führen.
Rein!
Erschließungstechniken
bilden eine entscheidende
Hilfe für den Zugriff auf fremdsprachliche Texte. Am besten
ist es, sie in einem kompakten Lehrgang vorzustellen, gründlich
zu trainieren und den SchülerInnen dann viele Gelegenheiten
zum Anwenden zu geben, bis die Techniken schließlich automatisiert
sind.
Rein!
Eine
sinnvolle Arbeit in der Vorphase macht es auf
allen Stufen möglich, realitätsadäquat mit Lese-
und Hörtexten umzugehen. Es bedarf nur einer gezielten Unterstützung
der natürlichen Vorgänge.
Rein!
Eine
sinnvolle Arbeit in der Nachphase ist für
das Leseverstehen sehr wichtig, für das Hörverstehen ist
sie unabdingbar. Da eine Förderung der SchülerInnen nur
über Erfolgserlebnisse möglich ist, muss alles getan werden,
den SchülerInnen nach dem Hören bzw. Lesen zu beweisen,
wie gut das Verstehen gelungen ist.
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