Einzelausgaben
are-all Methodenkompetenz


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Einzelausgabe 1:
" Auf Ehre und Gewissen - ein self-assessment der Methodenkompetenz."

Inhalt:
Konzeption - kontinuierliche Überprüfung, ob der eigene Unterricht dem heutigen Standard entspricht / Beschreibung dieses Standards auf der Grundlage der Didaktik von J.-P. Timm / Beschreibung des Wissensstandes auf sechs Entscheidungsfeldern des Fremdsprachenunterrichts: Grundsatzentscheidungen / Sprechfertigkeit, Hörverstehen, Leseverstehen, Wortschatzarbeit, Strukturarbeit / Einordnung der eigenen Unterrichtspraxis auf einer Häufigkeitsskala / Erstellen eines Tätigkeitsprofils / Hinweise auf Konsequenzen aus der Bestandsaufnahme.


Ein Ausschnitt zur Veranschaulichung

Entscheidungsfeld D: Fertigkeit Leseverstehen

D1         

„Leseverstehen ist eine zentrale Fertigkeit des Fremdsprachenunterrichts."

      (Hermes / Seite 236)

Es ist wichtig, „den Schülern viele Lesegelegenheiten zu ermöglichen.“

      (Hermes / Seite 233)

„Schüler sollten möglichst früh lernen, Texte trotz Lücken im Wortschatz oder in der Grammatik zu verstehen.“

      (Hermes / Seite 233)

D1.1         Ich nutze die Texte des Lehrwerks für die Schulung des Leseverstehens.

H:___     

D1.2         Ich setze lehrbuchunabhängige Texte zur Schulung des Leseverstehens ein.

H:___     

D1.3         Ich biete den Schülern authentische Texte an.

H:___     

D1.4         Ich wähle Texte aus, die unbekannte sprachliche Elemente enthalten.

H:___     

D2         

Der gute Leser bedient sich verschiedener Techniken: „Die Zuhilfenahme optischer Ver-ständnishilfen wie Überschrift und Gliederung, das rasche Herstellen und Verarbeiten von Sinneinheiten, morphologisches Erschließen, das kontextuelle Erraten unbekannter Wörter sowie die rasche Entscheidung über wichtige und unwichtige Informationen.“

      (Hermes / Seite 231)

D2           Ich benutze die eingesetzten Lesetexte, um die genannten Techniken mit den Schülern

H:___      zu trainieren.

D3           

Pre-reading activities „haben die Funktion, das Interesse für das Thema zu wecken, Vorinformationen zu liefern und Vorkenntnisse ..... zu aktivieren.“  

     (Hermes / Seite 234)

D3          Ich setze die genannten und ähnliche methodische Mittel (siehe Kapitel Hörverstehen)

   ein, um eine Verbindung zwischen den Inhalten und dem Weltwissen der Schüler her-

H:___     zustellen.


D4         

Leises Lesen müsste „als die <natürliche> Art der lesenden Informationsaufnahme von Anfang an gefördert und geübt werden.“ (Hermes / Seite 230)

D4          Ich unterlasse das laute Lesen, außer wenn es darum geht, Texte künstlerisch zu ge-

H:___     stalten.

D: Fertigkeit Leseverstehen

D1.1

a -------- b --------- c -------- d -------- e

D1.2

a -------- b --------- c -------- d -------- e

D1.3

a -------- b --------- c -------- d -------- e

D1.4

a -------- b --------- c -------- d -------- e

D2

a -------- b --------- c -------- d -------- e

D3

a -------- b --------- c -------- d -------- e

D4

a -------- b --------- c -------- d -------- e

D5.1

a -------- b --------- c -------- d -------- e

D5.2

a -------- b --------- c -------- d -------- e

 


Einzelausgabe 2:
" Entrümpelung des Methodenrepertoires."

Inhalt:
Aufforderung zur Abkehr vom Wagenburg-Syndrom / Konzeption - Hinweise auf Erkenntnisse der relevanten Fachwissenschaften - Schlussfolgerungen für das Methodenrepertoire / Aussortieren von uneffektiven Arbeitsweisen und Angebote für ein zielgerichtetes unterrichtliches Vorgehen bei den Fertigkeiten Hörverstehen, Leseverstehen, Sprechen und für die Bereiche Wortschatz und Grammatik / Vorschläge für eine Umsetzung der Entrümpelung des Methodenrepertoires.

  Hörverstehen

Wissenschaftliche Erkenntnisse

  • Hörverstehen ist ein Vorgang, bei dem es fast ausschließlich nur einen Durchgang gibt.
  • Das Verstehen ist ein einmaliger Vorgang.
„Wenn ein Hörtext erst einmal verstanden ist, verliert er seine Funktion.“ /9/  
  • Hörverstehen ist ein Vorgang, der sich in einem rasanten Tempo vollzieht. Dieses Charakteristikum, das für den Rezipienten eine sehr hohe Anforderung bedeutet, wird durch den Faktor Redundanz weitgehend ausgeglichen.

Gesprochene Sprache „ist immer in hohem Maße redundant.“ /10/

  • Hörverstehen ist ein Vorgang, bei dem der Gebrauch von Verstehensstrategien noch wichtiger ist als beim Leseverstehen. Ohne deren Einsatz kommt es zu einer Überlastung des Arbeitsspeichers.
  • Hörverstehen ist ein Vorgang, bei dem die Relation zwischen Verstehen und Behalten noch stärker zugunsten des Verstehens ausfällt als beim Leseverstehen.

     Es ist festzuhalten, „dass beim Zuhörer sehr viel mehr

     verstanden als behalten wird.“ /11/


Schlußfolgerungen für das Methodenrepertoire

Raus!

Aufgaben zur Arbeit am Text werden   -   wenn sie überhaupt sinnvoll sind   -   erst nach einem ungestörten Hördurchgang gestellt.

Raus!

‘Comprehension questions' behindern das Hörverstehen noch stärker als das Leseverstehen.

Raus!

Uninteressante Inhalte blockieren eine Förderung des Hörverstehens.

Raus!

Das mehrmalige Hören eines Textes bereitet nicht auf die Realität vor.

Raus!

Im Unterricht werden immer wieder ungeeignete Textsorten verwendet. Hier werden völlig falsche Ansprüche an die Hörer gestellt. Informationen für Leser werden anders konzipiert als die für Hörer.

Raus!

Es gibt Methodiker, die dafür eintreten, bei der Schulung des Hörverstehens Komponentenübungen einzusetzen. Wissenschaftler haben herausgearbeitet, aus welchen Komponenten sich der Vorgang Hörverstehen zusammensetzt. Eine gezielte Förderung wird angestrebt, indem man einzelne Elemente herausgreift und trainiert. Vor allem zwei Gründe sprechen für dieses Vorgehen: Zum einen ist es wissenschaftlich begründet, zum anderen realisiert man ein wichtiges pädagogisches Prinzip   -   die Isolierung von Schwierigkeiten.

Nach meiner Auffassung sollte man solche Aufgaben trotzdem aus dem Methodenrepertoire herausnehmen. Die Trainingsphasen haben einen sehr stark schulischen Charakter.

Rein!

Nur häufiges Lesen und Hören kann zu Erfolgen in den beiden Fertigkeiten führen.

Rein!

Erschließungstechniken bilden eine entscheidende Hilfe für den Zugriff auf fremdsprachliche Texte. Am besten ist es, sie in einem kompakten Lehrgang vorzustellen, gründlich zu trainieren und den SchülerInnen dann viele Gelegenheiten zum Anwenden zu geben, bis die Techniken schließlich automatisiert sind.

Rein!

Eine sinnvolle Arbeit in der Vorphase macht es auf allen Stufen möglich, realitätsadäquat mit Lese- und Hörtexten umzugehen. Es bedarf nur einer gezielten Unterstützung der natürlichen Vorgänge.

Rein!

Eine sinnvolle Arbeit in der Nachphase ist für das Leseverstehen sehr wichtig, für das Hörverstehen ist sie unabdingbar. Da eine Förderung der SchülerInnen nur über Erfolgserlebnisse möglich ist, muss alles getan werden, den SchülerInnen nach dem Hören bzw. Lesen   zu beweisen, wie gut das Verstehen gelungen ist.


Vorschau: Einzelausgabe 3:

"Das bewegte Klassenzimmer - Unterrichtsformen  -  nicht nur für den Fremdsprachenunterricht"

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